
Am Anfang stand das A. Es gab nichts außer ihm. Alles, was nach ihm kam, war verliebt in seine eigene Erscheinung. Die Liebe, die folgte war ein Geheimnis, gleich einer handvoll von der Spreu getrennter Weizen.
Nur das A existierte. Ein Vorher gab es nicht. Nichts anderes wird erzählt. Wie das Taumeln der Sonne, die sich dem Lichte nähert...
Als er uns von sich nahm, haben wir uns die Bäume und die Erde angesehen. Wir wurden müde und schliefen ein. Wir wurden durstig und hungrig. Die Flügel des A steifend tauchten wir schicksalsergeben ein in die Städte. Die größte Leere haben wir auf der Erde erschaffen, die uns mit jedem mal, da wir auf ihr schliefen, betäubte.
Am Anfang stand das A und kein Buchstabe außer ihm.. Noch hatten sich die Buchstaben nicht aus dem A vermehrt wie die Ameisen. Am Anfang stand allein das A.
A ist der erste der warmen Buchstaben.
Alles was auf feststehende Bedeutungen anspielt, schmilzt dahin mit seiner Wärme. Wenn es sich mit dem dritten der feuchten Buchstabe, dem L trifft, übergibt es sein Gesicht. Jedes Gesicht, das sein Geheimnis offenbahren möchte, versucht sich an es zu binden. Jeder Buchstabe, der die Frage "War dies so?" in den Händen hält, bemerkt mit ihm, daß es am Anfang eine Bewegung war. Die Flügel des A streifend erreicht es seinen ursprünglichen Zustand.
Das A ist der erste Buchstabe des Wortes. Mit ihm fängt das Sprechen an, mit ihm fängt das Wort an. Die Menschen mit den weißen Herzen ziehen es sich über. Das Herz gleicht einer Truhe mit ihm. Wenn sich die Truhe öffnet, wird es erblicken, daß bereits alles entschieden ist. Diejenigen, die darauf warten, daß das A hinter den Schatten der Wolken hervortritt, leugnen die Anziehungs-oder Himmelskraft. Der erste Buchstabe des Wortes Leugnen ist A. Mit ihm fängt das Leugnen an. Mit ihm wenden die Dinge ihre Bruchstücke den anderen Bruchstücken zu und finden so zu ihrer ursprünglichen Haltung zurück.
Das A ist die Seele des Weizen. Es ist der Teint der Frau, die in einem Käfig aus Stahl tanzt.
Tigris und Euphrat fließen die Flügel des A streifend dahin. Ein Buchstabe, der es vermag, den Widerstandleistenden zu stürzen und Weg zu weisen dem, der sich ihm beugt. Weit entfernt davon Satzmaterial zu sein. Er ist die Vernunft in dem Punkte des Buchstaben N.
A ist die Summe allen Erzählens. A ist, was nicht in der Lage ist erzählt zu werden. Der Schmerz der Erde rührt daher. Der Unterschied zwischen dem Himmel und den Sprachen läßt sich durch das A erklären. Nichts, was das A offenbahrt oder verheimlicht, ist bewußt.
Alle Worte, die mit A beginnen erschaffen ihr eigenes Schicksal aus einem Lehmklumpen ausErde und hauchen es ihm ein.
A ist das Auge. Es blickt in den Spiegel und sieht sein Abbild. Der Sehende und das Gesehene sind die Stille irgendeines stimmlosen Buchstabens, der sich an das A bindet. Mit ihm waren die Laute der Buchstaben zu hören. Eines Tages gind die Sonne unter und das A überließ uns der Einsamkeit. Es ließ uns allein mit einem verworrenem Buchstaben -dem n. Danach sahen wir die , die mit Demut auf Erden wanderten und wie die Nachtfalter im Umkreis eines schwarzen Steines um den Punkt Süveyda im Herzen schwirrten. Es folgte der Aprilregen, der auf die Erde hinabfiel. Der Boden wurde fruchtbar. Die Tropfen die im Meer in das Perlmutt und auf Erden in den Stein fielen, verwandelten sich in Perlen und Samen. Alle Buchstaben vermehrten sich aus dem A. Voller Aufregung schwirrten sie umher, um das A zu berühren. Alles Leiden und sämtliche Erinnerung wurde aus der langen, reinen, einzig und alleinigen Erscheinung des A geboren.
Am Anfang war das A- der erste Buchstabe der Mühle. Als es weder Anfang noch Ende gab, gab es auch keine Mühle. Noch wand sich nicht jedes einzelne Korn, das in den Schleifstein fiel, um gemahlen zu werden. Noch hatten die Wörter ihr Flehen: "Nur von Dir erbeten wir uns Buchstaben" nicht ausgesprochen. Die Silben erwachten gerade erst zu Leben, um sich in Worte zu verwandeln. Der Boden brach auf, die Steine verfielen zu Staub und vermengten sich mit der Erde.
Die Pflanzen, die aus den Nährstoffen der feuchten Erde gediehen, schossen empor wie das Elif. Alle Pflanzen eiferten der Zypresse nach, denn sie glich dem Elif am meisten.
Sie wuchsen und gediehen auf dem Boden und versuchten ihre eigenen Buchstaben mit dem A zu multiplizieren.
Es war das Wort der Spinne mit dem das A den anderen Buchstaben beschrieb, wie sie selbständig gehen konnten.
Es war eine Spinne, die den Punkt im Munde des A und des N versteckte.
Beide Buchstaben gingen aufeinander zu wie zwei Liebende, die ein lebenlang in der Wüste am Verdursten waren.
Als das N das A erblickte, verlor es sich in seinem Punkt.
Das Wort An wurde zum Beweis dafür, das sich das A und das N nie miteinander verschmelzen könnten.
Der Punkt Null war noch unentdeckt zu dieser Zeit. Zu dieser Zeit existierte sie noch nicht -die Zeit.
Die Zahlen gebaren aus dem A.
A war eins, es war einsam. Der Begriff der Einsamkeit war noch nicht geboren. Ohne Buchstaben, ohne Silben, ohne Worte war das A.
Keine Wortgruppen waren in der Lage das A zu erklären. Das B, das auf das A folgt und doch anders ist, wurde zu einem Armutskleid, zu einem Überwurf, daß das A äußerlich vereinigte. Das b und das d stellten sich neben das A und die Erscheinung des Abdal erschien.
Die Abdals warfen sich ihre Umhänge über und webten sich ihre Häuser wie die Spinnen.
Alexander hatte sein Leben damit verbracht nach dem Jungbrunnen zu suchen. Doch das Lebenselixier, das mit dem A lebendig wurde und den Durstigen angeboten wurde, weiste als Getränk weder auf das Wasser noch auf das Wissen.
A war der erste Buchstabe gesprochen von adam. A war der erste Buchstabe auch von Adam. Adam war dem A entsprungen.
Die Buchstaben, die ihm zufielen, wagten es auf ihre Existenzen zu verzichten, um wieder zu sein. Das Auge war das eigentliche Wesen. In Jedem Objekt, das es erblickte, sah es ein Abbild vermehrt aus dem A. So wurde es zur Vernunft, das "ich" sagen konnte, zum Ego oder zum Sein, das es im Herzen vermutete.
A war der erste Buchstabe der Vernunft. Der erste und einzige. Es war der einzige Buchstabe, denn alle Wege im Umkreis der Vernunft waren ausgelegt mit dem A.
Wo immer es hinsah, erblickte der redende Egoismus das A. Wo immer sie sich niederließ, begegnete die Vernunft sich selbst.
A war das Tor zur Wissenschaft der Individualität.
Die Seele, die durch ein A ähnliches Portal schwebte, drang ein in die Welt der Liebe. Liebe war das erste Wort der Sichtbarkeit. Es entsprang der selben Quelle wie das Feuer und floß in das selbe Meer. Das erste Merkmal des Universums war das Zeichen Gottes. Die erste Bedeutung des Wortes Gottes war der Thron Gottes. Sagenhaft wähnte man dort das A. Dabei war das Wort Phönix noch nicht entstanden aus der Schönheit. Der Phönix hatte noch keinen Namen. Er trug die gleiche Bedeutung wie die Augen der Schönen. Ahu.
Jedes Objekt, das die Flügel des A streifte, verwandelte sich in Musik. A war unabhängig von allen. Alles wartete auf die Unabhängigkeit des A. Zeit und Raum existierten als Namen des A. Als der Schatten des A auf die Erde fiel, sah Adam wie der Stab in seinen Händen sich in eine Schlange verwandelte.
Adam war der Name des Nichtseins und wurde nun zum Sein. Das Nichts war die Leere des Seins. Die Leere war erfüllt von dem A. Leere oder Erfülltsein existierten nicht neben dem A. Aus diesem Grund war kein anderer Buchstabe in der Lage das A zu berühren. Das war der Grund, warum alle Buchstaben sich aus ihm vermehten.
Die Buchstaben vermehrten sich und verstädterten.
Jede Stadt hatte ihre eigene Zeit. Einige Städte waren geprägt von Schatten andere von der Dunkelheit..
Einige waren Gold andere Spiegel..
Gold war ein wertloses Metall, das in verschiedenen gelbtönen leuchtete. Es blieb unbeeinflußt von Luft und Wasser, die unabdingbar für das Leben waren.
Das Gold hatte sich auf die Spekulatöre sensibilisiert. Es war verliebt in die Haare, das Dekoltee und die Arme der Königinnen.
Die Menschheit durchlebte eine Zeit, die sie Ära des Goldes nannten. Die Leidenschaft nach Gold und Weizen eines der vielen Söhne Adams zündete das Wort des Blutes an. Einer der Söhne Adams verfiel dem Gold so sehr, als versuche er zu beweisen, daß das Gold ein gefährlicher Schatten des A wäre. Das Gebet: "Alles was du berührst, möge sich in Gold verwandeln" ist auf ihn zurückzuführen. Mit ihm wurde das Universum weniger.
Das A wurde nicht weniger. Es wurde nicht mehr. Kein Wort wurde geschaffen ohne das A. Keine Wortgruppe befand sich im A und konnte nicht aus ihm treten.
Es gab nur das A. Nichts existierte außerhalb des A.
Dort brennt ein Mensch. Eine Stadt wird von ihm betrogen.
Es passierte im April. Es widerfährt dem Diener. Die Fremden beherbergen ihn voller Schmerzen. Alleine und hilflos begibt er sich auf den Weg.
Er ist von seinem Zwilling getrennt. Offentsichtlich ist er unersättlich. Er trennt den Arm seines Bruders ab vom A. Aber wußte er wie er ihn zu erfreuen hatte.
Würdest Du mir bitte deinen Namen nennen?
Adam. Das Nichts also. Dort brennt eine Insel. Ein Mensch einer Insel gleich. Ein Opfer, das sich aus Adam vermehrte. Gerechtigkeit- ein verwelktes Wort. Der Name des Sprechenden. A. Nur A. Es nahm eine handvoll Erde auf und erschaffte adam aus ihr. Wie er es immer zu tun pflegt, legt er die Buchstaben in die Mitte. Trotz seiner Angewohnheit hebt er die Wörter auf. Die Wörter sind weich und leicht wie die Bäume.
Das A war eins und alles Sein, das mit ihm multipliziert wurde, wurde zu Nichts, und das Nichts fing an zu sein.
Es gab nichts, das mit ihm, dem Einzigen, multipliziert wurde.
Dort gefriert ein Verstand. Ein Auge wird von ihm betrogen. In einem Mund geschieht all das. Einem Elenden widerfährt all das. Die Unbändigen verabschieden ihn. Adam kehrt zu seinem Wesen zurück. Adam rettet sich vor dem M, sein Mund schließt sich.
Ade, er verläßt sein e und sein d.
Der Anfang und das Ende ohne Suffix.
A.
Sechs Tage.
Das innere der Erde, die Erdoberfläche, überhalb der Erdoberfläche.
Der Himmel und die Erde und die Lichter des Himmels und die Moleküle der Erde.
Er ist Adam und doch nicht.
A nur A.
Wo ist die Erde, nach der ich verlangte?
Hier, eine handvoll Erde.
Befeuchte sie und lasse sie zu einer handvoll Lehmklumpen werden.
Hauche sie an, sie soll zu einem Buchstaben werden.
Entnehme ihr ein Wort.
Bilde einen Satz, laß ihn alles sein.
Du warst ein stimmloser, lautloser Buchstabe, du warst noch nicht einmal ein Buchstabe.
B nur B.
Zu Lehm sollen sie werden deine Hände, Füße, Finger, Augen, Nase, Wangen, Lippen, dein Herz, dein Gehirn, deine Ohren und Haare, vor allen Dingen deine Haare.
Azazil soll dich schlagen und ein trockener Klang möge erklingen, ein lauter Buchstabe: A
Aus was wurdest du erschaffen, warum wurdest du erschaffen: D
Vor wem beugst du dich nieder, vor wem beugst du dich nieder: E
Du bist aus dem Meer gekommen, bist du das Meer deines Mundes?:M
Das Leben hat dich berührt, so rege dich.
Steh auf und baue dein Haus aus stimmvollen Buchstaben.
Lerne die Namen. Bilde deine Laute aus ihnen.
Jetzt werden sich alle bekannten und unbekannten Buchstaben beugen und biegen.
Von dir werden sie nun die stillen Buchstaben erlernen.
Ich bin a und z und a und z und i und l.
Ich lehre dich die stimmlosen und stimmvollen Buchstaben.
Die Stille wäre nicht bewußt ohne sie.
Ich kann mich nicht beugen und biegen vor den Buchstaben.
Ich kann das a und das d und das a und das m nicht multiplizieren mit den Wörtern.
Wenn man sie multipliziert lösen sich die Wörter auf.
Steige hinab. Zweifellos bist du vertrieben.
Du hast deinen Namen mit dem, Nichts multipliziert.
Wer sich vor dir für das Nichts teilt fällt in das Nichts.
Du wurdest aus Feuer geschaffen, du bist keine Erde.
Das Feuer fängt an mit a und endet mit a.
Die Erde fängt an mit a und fährt fort mit a.
Am Anfang stand das A. Adam wurde aus ihm geboren.
Adam wurde geschaffen aus stillen Buchstaben.
Während er einsam und leise auf Erden wanderte, begegnete er dem Schönen E.
Ich bin ich, sagte das E, genauso wie du.
Kommt näher- hörten sie eine Stimme sprechen.
Sie kamen näher, um zu sprechen.
Hier seid ihr stimmlose und stimmvolle Buchstaben.
Lebt zusammen- sagte die Stimme.
Lebt zusammen und berührt dieses Wort nicht.
Das ist ein Baum haben sie gesagt.
Das ist kein Baum sondern ein Wort- sagte die Stimme.
Das ist ein Wort- haben sie geantwortet.
Das ist ein Wort, welches verbrennt- sagte die Stimme.
Das ist ein Feuer- haben sie gesagt.
Das ist ein Baum- sagte das schöne E.
Das schöne E plückte es und reichte es dem A.
Verbrenne es, verbrenne es, laß es eine handvoll Feuer sein!
Führt ihn hinunter, führt ihn hinunter.
Seine Spitzen sollen ihn berühren.
Die Buchstaben stiegen auf die Erde hinab.
Sie wurden laut und leise und berührten einander.
A und h vereinigten sich und werschmolzen zu einem ah.
Es gab nur das A.
Nur A. |